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Lost in Space

Bangkok – Eine Stadt zum treiben lassen und eintauchen

Die zahlreichen negativen Berichte über die Einreise über den Landweg von Thailand nach Kambodscha haben uns doch ein wenig abgeschreckt und so haben wir kurzfristig beschlossen, mit dem Flugzeug nach Siem Reap von Bangkok aus zu fliegen. Heute mittag haben wir uns also auf den Weg zum Flughafen gemacht und bereits um 14:45 Uhr haben wir den ersten Schritt auf den blinden Fleck unserer persönlichen Landkarte gesetzt.

Die letzten Tage hatten wir die Gelegenheit, Bangkok ein Stückchen besser kennen zu lernen, es ist ja mittlerweile das zweite bzw. für Stefan das dritte Mal, dass wir diese Stadt besuchen und auf uns wirken lassen.

In Bangkok muss man sich einfach treiben lassen, den Dingen ihren Lauf lassen und möglichst wenig planen. Man kann ohnehin vieles nicht beeinflussen bzw. schafft wegen der heißen Temperaturen nicht mal annähernd die Hälfte von dem, was man sich vorgenommen hat. Deshalb sind wir das ganze sehr ruhig angegangen und sind einfach einmal eingetaucht in diese Stadt der Gegensätze…
Untergebracht waren wir dieses Mal mitten drin im Touristenviertel Banglamphu, in der Nähe der berühmt berüchtigten Khao San Road – Partymeile und Backpacker-Viertel von Bangkok. Unser Hotel war direkt am Mae Nam Chao Phraya, der Fluss, der sich durch die ganze Stadt schlängelt. Das hat sich natürlich angeboten, für eine ausgiebige Erkundungstour per Schiff. Alle paar Minuten fahren die Fähren und Pendlerboote von den Piers ab und so haben auch wir uns eine Fahrkarte gekauft und sind einfach mal drauflosgefahren… Natürlich sind wir genau in die falsche Richtung gefahren, aber mit mittlerweile thailändischer Gemütlichkeit haben wir es mit Fassung ertragen 😉 Bei der Rückfahrt war es dann schon dämmrig und wir konnten bilderbuchmäßig den freien Blick auf zahlreiche Wats (buddhistische Stätte) und die Skyline von Bangkok werfen:

Am Abend stand dann typisch thailändisches Essen in einem von den Lonely Planet-Autoren empfohlenen Restaurants an: Im Hemlock haben wir zum ersten Mal „mee ang kam“ gegessen, eine thailändische Vorspeise: Wildteeblätter, die man mit Ingwer, Schalotten, Erdnüssen, Limette und Chilli füllt und dann einrollt und in süße Sesamsauce eingetunkt genießt.

Als Nachspeise bietet sich in Thailand immer frisches Obst an oder Crepes mit Banane und Nutella 😉 Die Straßenverkäufer sind so zackig beim Anananasschälen, am liebsten würde man den ganzen Verkäufer mit samt seinem Wagen und den Früchten kaufen und mit nach Hause nehmen um ihn sich dann neben die Couch oder ins Büro zu stellen. Frische Ananas essfertig geschnitten gefällig?

 

Unseren gestrigen Tag in Bangkok haben wir mit der Besichtigung der Shoppingcenter MBK und Panthip Plaza verbracht – als wenn wir die nicht schon kennen würden 😉 Aber gekauft wurde außer einem Extender für die Kamera nichts, nur einmal „vorgeguckt“, was man dann so alles mitnehmen könnte, wenn man dann zurückkommt… Schließlich können wir uns jetzt noch nicht die Rucksäcke anfüllen, denn jedes Gramm hängt sich an, wie Steine…

Dass unsere Rucksäcke leider nicht die leichtesten sind (9,3 kg und 13,6 exkl. Kameraausrüstung, die hat nochmal 13,8 kg), haben wir auch heute gemerkt, als wir zur Skytrain-Station gehen mussten. Die Rolltreppe war auf der anderen Seite und da wir die Straße nicht überqueren konnten bzw. wollten (7 spurig, von den Thailändern beliebig erweiterbar…) haben wir die Stufen genommen – ganz nach dem Motto, das hält jung und knackig. Aber bei 36 Grad beladen zu sein wie ein Packesel, der dann auch noch 6 Stockwerke hinauflaufen muss hält weder jung noch ist es so motivierend, um als Sportprogramm durchzugehen – auch nicht in Hinblick auf den Frauenlauf… Enough is enough 😉

Nach einer ruhigen Anreise sitzen wir nun hier in unserem schönen Guesthouse-Zimmer 1 km außerhalb von Siem Reap. Es gibt hier eine asphaltierte Hauptstraße 😉 und in der Stadt sehr viele Cafes, Bars und Märkte… Mehr haben wir heute aber noch nicht gesehen, schließlich mussten wir den Nachmittag ja am Pool genießen – der ist klein aber fein 😉 Das Guesthouse ist sehr schön und gemütlich, Zimmer sind sauber und die Menschen, die hier arbeiten sind total freundlich und jung (ich meine jünger als 30 *gg*). Schuhe müssen draußen bleiben, ansonsten aber alles sehr ähnlich wie in Thailand. Ich hab’s ja immer noch nicht gerafft, dass wir jetzt in einem anderen Land sind. Morgen werden wir uns die Stadt ein bisschen anschauen und am Samstag starten wir dann unsere Erkundungstour zu den Tempeln von Angkor. Dazu haben wir uns für 5:30 Uhr einen Taxifahrer gebucht, der uns den ganzen Tag begleiten wird – die Tempelanlage ist so riesig, dass man da nicht ganz einfach alles zu Fuß gehen kann. Die große Tour ist insgesamt 28 km lang. Wir werden uns aber drei Tage Zeit nehmen, vielleicht am zweiten Tag mit dem Fahrrad herumfahren, das soll superschön sein. Naja, am ersten Tag heißt es erstmal früh aufstehen, damit der Sonnenaufgang genossen werden kann, dann sehen wir weiter… Jetzt heißt es erstmal schlafen gehen, da wir immer noch ein bisschen weg von unserem ursprünglichen Ryhtmus sind, sind wir immer ziemlich müde… Gute Nacht nach Österreich aus der Psar Khrom Street, Zimmer 104 😉

PS.: Mehr Bilder haben wir euch in die Galerie Bangkok geladen.

 

 

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9 Kommentare

  1. Marlene 8. März 2012

    Vielen Dank für den wundervollen Bericht und die schönen, tollen fotos;). „begleite“ euch in Gedanken immer;-). Viel Spass noch<3.
    Bussis, marlene

  2. lizy 8. März 2012

    wao! tolle bilder stefan 🙂
    und toller bericht nicole, denk an euch!
    glg lisi

  3. Markus 8. März 2012

    Wow! Echt cool!
    Danke für die Fotos und Berichte .. wär jetzt auch lieber in tropischem Gefilde als hier in der Kälte! 😉 Das Kaufhaus schaut ja super aus, da würd ich ws viel geld dort lassen! 😀
    lg Markus

  4. Stefan 9. März 2012 — Autor der Seiten

    Lieber Markus, keine Sorge, ich bin sehr gut im Geld-ausgeben-verhindern 😉 Solange es um Elektronik geht. Aber am Ende unserer Reise werden wir uns wohl aufteilen: MBK = Klamotten für mich, Panthip Plaza = Elektronik für Stefan 😉 Du solltest auch hier her fliegen, es gäbe tolle Kameras für dich – sehr günstig! Liebe Grüße, Nicole

  5. Stefan 9. März 2012 — Autor der Seiten

    Hello Marlene und Lizi, freut uns, dass ihr uns mitverfolgt 😉 Morgen geht’s endlich zu den Tempeln von Angkor, Abfahrt dahin ist schon um 5:30, damit wir zum Sonnenaufgang dort sind! Liebe Grüße aus dem 36 Grad warmen Siem Reap (genau meins, diese Wärme!) 😉 Nicole PS.: Internet gibt’s sogar hier an jeder Ecke…Unglaublich

  6. Helene und Tom 9. März 2012

    Hallo ihr zwei.
    Neid kommt auf.
    Aber in 7 Wochen geht es uns vielleicht auch so gut.
    Könntet ihr uns vielleicht eine Postkarte (eine aus Karton – vorne ein Bild, hinten mit echter Briefmarke drauf) aus dem schönen Kambodscha schicken? Dankeee!

    Grüße aus dem Schneeloch Faistenau – Helene & Tom

  7. lizy 10. März 2012

    hey ihr lieben!
    ein freund ist gestern auch in siem reap angekommen! 🙂 er macht gerade eine weltreise!
    ganz liebe grüße,
    alles gute!
    bussi

  8. Nicole 11. März 2012

    Liebe Helene, lieber Tom, das mit der ECHTEN Postkarte lässt sich einrichten, machen wir gerne! Grüße ins Schneeloch Faistenau. PS.: Bei uns grad 35 Grad, es ist jetzt kurz nach zehn Uhr vormittag… Liebe Grüße, Nicole

  9. Grete Ristits 19. März 2012

    Guten Morgen. Das ist ja der helle Wahnsinn, was Ihr da alles erlebt. Schön, daß Ihr ein tolles Hotel habt. Genießt die Zeit am Meer, Ihr solltet Euch ja auch erholen und nicht nur den Kopf schwer machen mit den alten, grausamen Geschichten. Die aber schon sehr beeindruckend sind. Das Moped kann man ja sehen am Foto, nur die Leute welche drauf fahren kommen mir nicht bekannt vor. Auch hier ist alles roger, aber auf Salzburg reimt es sich halt nicht. Liebe Grüsse, Bussi, Mama&Papa

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