Sonnenaufgang
Blick aus dem Schlafzimmer Richtung Osten.
Als Model konnte ich die Cousine von Thekla, berühmt aus Film und Fernsehen, gewinnen.
Sie hat sich Top motiviert vom oberen Balkon direkt bei mir vorbei geschwungen. Meine Einladung für ein kurzes Fotoshooting konnte Sie nicht ablehnen.
Das letzte Foto ist zwar nicht richtig fokusiert, aber man sieht schön wie “groß” die Spinne ist. Rechts der schwarze Balken ist das Glas der Adidas-Brille (~0,8mm)
Freihand ist es ziemlich schwer den Fokus zu halten. Der kleinste Wackler und schon ist der Ars** fokusiert und nicht der Kopf.
Wir machen uns jetzt auf den Weg zum Flughafen. Es ist 18 Uhr und hat 36 Grad. Gefühlte 41 laut Handy. Es hat uns gefreut, dass ihr alle unseren Blog verfolgt habt. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen. CU@Austria
Seit Freitag abend sind wir nun wieder in Bangkok, diese Stadt fasziniert uns wirklich und es ist unglaublich, was es hier alles zu sehen gibt. Für uns bedeutet es aber auch, dass sich unser langersehnter Urlaub dem Ende neigt und es bald wieder nach Hause geht. Einerseits können wir es gar nicht glauben, dass wir jetzt schon vier Wochen “so dahinleben”, andererseits freuen wir uns schon wieder auf die Vorzüge unseres Lebens zuhause – wie beispielsweise sauberes Trinkwasser aus der Wasserleitung (hier unmöglich, daheim schon eine Selbstverständlichkeit). Für uns ist es aber auch an der Zeit, den Urlaub etwas Revue passieren zu lassen und noch einmal in dem Erlebten schwelgen, zumindest in den Erinnerungen daran
Ein Erlebnis, das noch gar nicht so lange her ist, war unser Schnorchelausflug auf Kho Chang: Wir haben einen ganztägigen Ausflug inklusive vier Stopps mit dem Boot gemacht. Gleich um halb neun früh wurden wir vom Hotel abgeholt – leider gab es auf dem Taxi nur noch Stehplätze hinten drauf (wir kamen uns vor, wie auf einem indischen Zug
). Ein riesiges Ausflugsboot startete erstmals mit uns und geschätzten 50 anderen “Schnorchelwütigen” los, Ziel die erste Insel mit einem vorgelagerten Riff, erste Fahrtzeit war um die 1,5 Stunden.
Wir haben ein paar coole Fische gesehen, aber ansonsten nichts außergewöhnliches – also keine Haie oder sonstiges Getier
Außer dem Schnorcheln selbst war die Beobachtung der asiatischen Touristen spannend: Die haben sich die Schwimmwesten angezogen, haben sich zu kleineren Gruppen zusammengeschlossen und ein Mitarbeiter vom Boot hat sie dann durchs Wasser gezogen… Da stellt man sich halt schon so manche Fragen – wie z.B. “Warum geht man schnorcheln, wenn man Angst vorm Wasser hat?”
Und so ging es den ganzen Tag dahin: Dazwischen immer wieder gemütlich mit dem Schiff dahintuckern, Früchte schlemmen, bei einer Insel stehen bleiben und ab ins Wasser. Den letzten Stopp hätten wir uns unserer Meinung nach zwar sparen können, aber das war halt die Tour (wir sind am Schluss noch bei Kho Wai stehen geblieben, eine Miniinsel mit einem Restaurant und man wusste halt genau, warum man hier stehen bleibt). Witzig war aber auch hier: Die asiatischen Touristen haben sogar an Land noch ihre Schwimmwesten getragen und auch im knöchelhohen Wasser
Andere Länder – andere Sitten, sagen wir dazu nur.
Alles in allem war es aber ein netter Tag mit viel Sonne, viel Wasser und jede Menge freundlicher und gut gelaunter Menschen. (mehr Fotos)
Für Stefan hat der Tag leider nicht so toll geendet, irgendeine heimtückische Bakterie hatte sich in sein Mittagessen an Bord eingeschlichen… Aber wir hatte im Hotel einen guten Plastikeimer
(Keine Details dazu).
Nun haben wir bereits zwei Tage Bangkok-Shopping hinter uns: 3 kurze Hosen, 3 Gürtel, 2 Kleider, 1 Paar Schuhe, 2 T-Shirts, 3 Bücher….Die Liste ließe sich lange fortführen, es ist hier soo günstig, dass man echt aufpassen muss, nicht jeden Mist zu kaufen
Nachdem wir aber in Summe schon, lasst mich kurz rechnen… 6 Shoppingcenter durchhaben, werden wir uns morgen doch zurücknehmen und uns noch ein paar Sehenswürdigkeiten dieser tollen Stadt ansehen. Es gibt hier einen riesigen Park, da werden wir ein Mittagspicknick einlegen, auf einen typischen Markt möchten wir noch schauen usw. Wir werden sehen, was wir alles schaffen – heute war es nach dem gestrigen Regen sehr angenehm, mal sehen, wie heiß es morgen wird. (mehr Fotos)
Achja, eines noch: Wir waren gestern im Kino und bevor der Film losging sind plötzlich alle aufgestanden… Und dann spielten sie einen kurzen Film über den thailändischen König. Das erlebt man auch nicht alle Tage, das man im Kino “stramm stehen” muss. Wobei… Heute ist der König mit Kolonne an Sicherheitsleuten an uns vorbeigefahren. Wir sind uns aber nicht sicher, ob er es war. Vielleicht treffen wir ihn ja morgen nochmal, dann können wir ihn fragen
Wir schicken euch liebe Grüße aus Bangkok, bei uns halb zwölf Mitternacht.
Gleich ums Eck beim Hotel stehen 2 XS-Elefanten. Die sind sehr neugirig und alles was sich auf 1,2 m nähert wird gleich mal erforscht.
Freudig stimmen beide zu einem tröööt Konzert ein wenn es Bananen oder Milch gibt. Dann wird ordentlich geschuppst und gedrängelt – schließlich geht es um den guten Platz am gedeckten Tisch.
Nicole teilt die Portionen gerecht auf – da hilft auch das drängeln nichts.
Neue Bilder wurden in der Kho Chang-Galerie hinzugefügt.
Nach unserem aufregenden Tag im Dschungel der Koh Kong Provinz haben wir uns vor ein paar Tagen vom wunderschönen Kambodscha verabschiedet und sind unsere Reise zurück nach Thailand angetreten. Mit dem Bus ging es zum nur 10 km entfernten Grenzübergang, die Ausreise aus Kambodscha eine Belastungsprobe für sämtliche Nerven. Korrupte Beamte, die irgendwelche Formulare von dir sehen wollen, die du eigentlich bei der Ausreise gar nicht mehr vorzeigen müsstest, wieder Fingerabdrücke hinterlassen, Foto machen usw. Und das alles bei fast 40 Grad. Aber wir behalten die Ruhe, schließlich haben wir ja Urlaub und Zeit. Hinter uns in der Schlange steht ein Pärchen aus Berlin, das Quatschen über Gott und die Welt vertreibt uns Vieren die Zeit. Nach einer guten Stunde haben wir Kambodscha offiziell verlassen und es heißt anstellen für die Einreise nach Thailand. Selbe Prozedur nochmal, nur nicht ganz so mühsam. Dann heißt es warten auf den Mini-Bus, der uns auf die Insel Kho Chang im Golf von Thailand bringen soll. Nach gut 2 Stunden Aufenthalt an der Grenze geht die Fahrt los – wir mussten noch drei Mitreisende los werden, weil der Bus nur elf Sitzplätze hatte und 14 Menschen gebucht hatten. Intuitiv entschied sich der Fahrer für die drei aus Deutschland, keine Ahnung, wie die weiter gekommen sind
Wir fahren auf einer gut ausgebauten Straße nach Trat, von dort bringt uns die Fähre nach Kho Chang. Wir schaffen es erst zur Fähre um 18 Uhr und haben so das Glück, den Sonnenuntergang direkt von der Fähre aus genießen zu können. Nach einer gemütlichen einstündigen Bootsfahrt kommen wir schließlich am Hafen von Kho Chang an und unser Mini-Bus bringt uns bis vor die Tür unseres Hotels „Kai Bae Beach Hotel“, auf einem Strandabschnitt auf der westlichen Seite der Insel. Kho Chang ist übrigens die größte Insel im Golf von Thailand und steht komplett unter Naturschutz, denn die gesamte Insel ist 1982 komplett zum Nationalpark erklärt worden. Wir quartieren uns in einem Bungalow ein, der uns für die ganze Woche zu teuer ist (kostet 43 Euro pro Nacht), weil uns die nette Dame an der Rezeption keinen Rabatt geben will. Es ist aber Nebensaison und es geht uns um’s Prinzip, deshalb bleiben wir vorerst einmal nur drei Nächte hier – statt der geplanten Woche.
Natürlich haben wir auch wieder einen fahrbaren Untersatz (Moped), es gibt immerhin eine Hauptstraße, die fast um die ganze Insel herum geht. Die Straße ist mördersteil und verwandelt sich bei Regen in eine Eislaufbahn. Davon sind wir gestern Zeugen geworden… Wir haben den Tag damit begonnen, in den Norden zum Elefantentrekking zu fahren. Es gibt hier ein Camp, wo ehemalige Arbeitselefanten für Touristen zum Reiten „umfunktioniert“ wurden, das wollten wir uns auch ansehen. Da „Chang“ ja Elefant heißt und Kho Chang die Elefanteninsel ist – man muss sich dazu die Form ansehen, dann weiß man, warum – gibt es hier mittlerweile schon mehrere solcher Camps. Wir haben uns aber für das alt eingesessene entschieden. Die 40 Minuten reiten waren echt toll und der kleine Dumbo war ganz schön groß, aber total brav
Zur Belohnung gab’s jede Menge Bananen von mir und ein paar Streicheleinheiten.
Bei der Rückfahrt mit dem Moped zum Hotel hat uns dann der Regen eingeholt und wir sind Gott sei Dank rechtzeitig an den Straßenrand gefahren und haben uns unter einem Baum untergestellt. Man muss sich die Straße so vorstellen: Steil, sehr kurvig und das ganze wird in Kombination mit Regen eine gefährliche Rutschbahn. Die ersten Mopeds schlitterten schon nach wenigen Minuten an uns vorbei und ein russischer Tourist sah nach wenigen Metern bergab schlittern auch ein, dass es besser sei, abzuwarten. Dann hörte man plötzlich hinter uns das Geräusch von blockierenden Reifen und Geschlitter. Ein Auto versuchte anzuhalten, es rutschte jedoch nur mehr dahin und rutschte dann seitlich von der Fahrbahn ab. Es ist nur Blechschaden entstanden, aber das Auto da wieder herausbekommen… puh. Die beiden Jungs trugen’s mit Fassung, schauten erstmal nach, ob noch alles dran war, liefen dann ein paar Mal – barfuß – die Straße auf und ab. Und als sich dann der fahrende Eismann mit seinem Moped zu uns gesellte, kamen auch die beiden zu uns herüber und gönnten sich erst mal ein Eis im strömenden Regen. Das nennt man Unfall-Erstversorgung auf thailändisch.
Das Wasser rann mittlerweile in Sturzbächen die Straße hinunter und als der Regen etwas nachließ, wagten auch wir die Fahrt bergab. Mit Stefan’s langjähriger Motorraderfahrung war das kein Problem und so kamen wir völlig durchnässt aber sicher im nächsten Stadtteil an. Dort gönnten wir uns erst mal eine heiße Schokolade und Pommes – richtig gesund halt, auf den Schreck hinauf
Richtige Seen bildeten sich und die Straßen füllten sich mit riesigen Pfützen, so ist das hier, die Kanäle sind gleich mal überlastet. Aber man trägt es mit Fassung, schließlich ist der Regen genauso warm wie das Meer. Wir schlürften unseren Kakao und sobald der Regen etwas nachließ wagten wir die Heimfahrt ins Hotel – über die nächsten zwei Hügel. Der Regen hielt lange an, auch heute hat es soeben wieder geregnet, aber dieses Mal haben wir die Wolken richtig eingeschätzt und haben uns rechtzeitig auf den Weg gemacht
Heute Morgen sind wir einen Strand weiter gezogen: Wohnen nun am „Lonely Beach“ im „Nature Resort“ – hier darf sich alles Resort nennen, was ein paar Hütteln hat. Also nicht, dass ihr euch jetzt ein echtes Ressort vorstellt
Wir teilen uns unseren Bungalow mit Fritz der Fliege, Charlie der Gelse und Jimmy der Ameise. Und sie haben auch alle ihre Familie mitgebracht, damit uns heute Nacht nicht langweilig wird. Leider teilen wir unseren Raum nicht gerne mit Schmarotzern, die sich nicht an den Kosten beteiligen wollen und uns nur unser Blut aussaugen wollen, deshalb sind wir heute losgezogen, um einen riesigen Insektenspray zu kaufen. Und siehe da: Nach zweimaliger Komplett-Evakuierung unsererseits auf die Terrasse, während das Teufelszeug einwirkte, haben sich alle unsere Freunde verabschiedet. Naja, auf den Rücken gelegt und die Beinchen hochgestreckt, trifft’s wohl eher… Sorry an alle Tierschützer.
Wir haben euch heute ein paar nette Schnappschüsse aus Kambodscha in eine eigene Galerie gestellt und auch ein paar Bilder von hier – Kho Chang. Viel Spaß damit!
Beim Planen der nächsten Stationen unserer Route sind wir auf die tolle Idee gekommen, einen Abstecher nach Koh Kong zu machen. Das ist eine kleine Stadt im Grenzgebiet zu Thailand, welche durch ihre Nähe zu mehreren Nationalparks brilliert. Ich wollte unbedingt eine Trekkingtour machen, um etwas mehr noch von der schönen Natur hier zu sehen. Es gibt einige Anbieter von Jeeptouren, Motorradtrips, Bootsfahrten zu benachbarten Inseln oder Wandertouren. Wir wollten eigentlich eine Mischung buchen, aber zwecks mangelnder Englischkenntnisse der Einheimischen hier, wussten wir bis zum Schluss nicht, was uns erwartet… Bad Idea!
Um 7:00 Uhr haben wir uns mit einem Veranstalter ausgemacht, dass wir einmal reden, was wir machen könnten. Die Realität sah dann so aus, dass um 7:30 Uhr ein Tuk Tuk-Fahrer da stand und uns abholte zum Trekking. Wir hatten keine Ahnung, wo hin, wie lange, was wir mitnehmen sollten, aber wir waren gut ausgerüstet und auf das schlimmste vorbereitet (lange Hose, Trekkingschuhe, Kamera)
Zuerst ging es mit einem Mini-Motorboot – als Stefan an Bord ging, sah ich das Boot schon kentern – quer durch das Flussgebiet, durch ein Netz aus mehreren Wasserstraßen mitten durch die Mangroven.
Wieder festen Boden unter den Füßen trafen wir unseren Guide Soklat. Wir trafen uns auf der Farm seiner Family, sehr netter und idyllischer Platz mit merkwürdigen Hühnern und Vögeln, die sprechen können (aber kein Wort Englisch
. Er packte gerade seinen Rucksack für den Trip. Rucksack ist eigentlich ein überbewerteter Begriff, er hatte einen alten Reissack, auf den er sich Träger montiert hatte mit Schnüren. Sah aber ganz praktisch aus. Er erzählte uns, dass wir als erstes auf einen Mountain gehen (uff!), zu einem Wasserfall (jipih!) und dann wieder zurück – alles in allem ca. 2,5 Stunden. Unsere Reaktion – wir, die ja nichts über diese gebuchte Tour wussten: 2,5 Stunden? Zu Fuß? Ja, meint der das jetzt ernst? (Anmerkung der Redaktion: Es hatte um die 35 Grad, gefühlte 40). Ja, er meinte es ernst – sehr ernst sogar. Denn wenn sich ein Einheimischer einmal richtige Wanderschuhe anzieht und die Hose sogar noch in die knöchelhohen Schuhe steckt, dann wird es ernst. *Fürcht*
Zuerst idyllisch über den Familienbauernhof und dann einmal links abbiegen in den Dschungel. Und drinnen waren wir, im Dschungel. Wirklich. Echt jetzt. Das könnt ihr euch jetzt gar nicht vorstellen, da war nur DSCHUNGEL. “Welcome to the jungle”, wie es Guns’n'Roses so schön sang… Nun wissen ja alle, die mich besser kennen, dass ich ein bisschen ein Hosensch… / Angsthase bin. Gefürchtet habe ich mich heute vor: der Stille mit den komischen Vogel-oder-was-auch-immer-Geräuschen, Tigern, Affen, Schlangen, Spinnen, roten großen Ameisen, Mosquitos, dem nie-wieder-zurückfinden, Landminen usw. Nach einiger Zeit gehen ging es dann aber ganz gut, auch wenn unser Guide beim ersten Spinnennetz auf die Spinne gezeigt hat und zu mir gesagt hat: “Be careful. Many spiders. This is poisonous!” Na super, ich wollte zwar Dschungel, aber “so viel” Dschungel auch wieder nicht. Manches Mal schien er selbst nicht mehr weiter zu wissen – oder täuschte uns das? – es gab ja oftmals nicht mal einen Pfad, dann blieb nur noch der Griff zur Machete. Soklat schnitt uns dann quasi den Weg frei, wie im Film
Nach zwei Stunden Hitze und Insektenbissen und was weiß ich noch was alles sind wir dann endlich am Wasserfall angelangt. Unser Guide hat dann die Küche ausgepackt – wirklich, seht selbst auf den Fotos – und hat zum Kochen angefangen.
Nach dieser echt tollen Mittagspause ging es wiedermal – richtig erraten: bergauf. Und dann ging es endlich auch mal bergab, aber vorher mussten wir uns nochmal den Weg mit der Machete frei schlagen. Man muss sich das so vorstellen: Er geht vor, hackt mit der Machete herum und es fällt allerhand von den Bäumen herunter. Das findet sich dann in deinen Hosen und im BH wieder
Lange Rede kurzer Sinn: Es war eine Tortur, aber trotz allem eine total interessante “Wanderung”, weil wir sehr viel von unserem Guide erfahren haben. Er wollte unbedingt sein Englisch verbessern und hat deshalb sehr viel geredet. Unter anderem hat er uns auch erzählt, dass ein Schlangenbiss kein Problem sei, er hat alles mit, was man zur Erstversorgung braucht. Und jetzt ratet was! Na, erraten? Eine Zigarette… Fragt lieber nicht, ich möchte es mir auch nicht vorstellen. Aber wir haben nur eine Schlange gesehen und die war auf Sicherheitsabstand.
Das Highlight kam dann am Schluss, als wir endlich nach insgesamt ca. 5 Stunden Wanderung zurück auf die Farm kamen: Soklat hat uns gefragt, ob wir eine Kokosnuss wollen und da ist er gleich ganz locker auf eine Kokosnusspalme geklettert und hat uns ein paar geholt. Danach aufgeschlagen – mit der Machete
Wir haben dann zum Abschluss noch lecker Kokosnuss-Saft geschlürft und dabei noch einiges über Reisanbau und Früchte in Kambodscha gelernt.
Jetzt liegen wir müde im Bett und alles juckt. Das Jucken ist aber nur Einbildung, sozusagen die Nachwirkungen von den vielen Insekten, die wir heute berühren “durften” (Bei Stefan sind die Insekten ertrunken, weil er so geschwitzt hat, er hat deshalb auch keinen einzigen Mosquitostich. Foto vom schwitzenden Stefan siehe in der Galerie!).
Morgen werden wir Kambodscha verlassen und uns auf den Weg nach Kho Chang machen, das ist eine thailändische Insel mit viel schönen Stränden und vielversprechenden Sehenswürdigkeiten. Wir werden dort wieder viel unternehmen, aber eines können wir euch jetzt schon sagen: Wandern gehen wir bei dieser Hitze mit Sicherheit nicht mehr
In diesem Sinne, liebe Grüße aus Koh Kong, good night.
Bilder von unserem Trip findet ihr natürlich wieder in der eigenen Galerie.
Nach einer mörderischen Fahrt mit einem Minibus – Ford Transit – von Siem Reap nach Phnom Penh haben wir uns in dieser großen Stadt für ein richtig nettes Hotel entschieden: Das “Bougainvillier Hotel” liegt mitten an der Riverfront, ist sehr sauber und die Räume sind total großzügig. Gerade bei anstrengenden Citytrips ist man doch am Abend froh, ein nettes Hotel zu haben – und als Start in einen anstrengenden Sightseeing-Tag auch nicht schlecht, das Frühstück war nämlich sehr lecker.
Wir haben uns für Phnom Penh das Nationalmuseum, den Royal Palace und das Tuol Seng Museum für unsere Besichtigungen ausgesucht. Das Tuol Seng Museum ist das Gelände, wo die Folter der roten Khmer stattgefunden hat und in den Jahren 1975 – 1978 um die 20.000 Menschen gefoltert und getötet wurden. Ursprünglich war das Gelände eigentlich einmal eine Volksschule, bevor es zu diesem Ort des Schreckens gemacht wurde. Jetzt kann man das alles besichtigen und viele Fotos und Schautafeln zeigen einem die beinharte Realität. Unvorstellbar, dass das ganze noch gar nicht lange her ist…
Nach dieser Konfrontation tauchen wir ein in eine Vergangenheit, die schon länger her ist: Das Nationalmuseum zeigt – das ist nicht übertrieben – tausende Steinfiguren, Bronzeskulpturen und sonstige Gegenstände aus ganz alten Zeiten. Die meisten der Steinfiguren sind von den Tempeln von Angkor, diese wurden von dort vor Plünderern gerettet und ins Nationalmuseum gebracht. Alles in allem ist das Gebäude an sich und der wunderschöne Garten das beeindruckendste. Es ist einfach zu viel an Geschichte für uns.
Der Royal Palace ist der offizielle Sitz des kambodschanischen Königs Sihamoni. Der Palast besteht aus einer großen Gartenanlage mit zahlreichen Pagoden, Pavillons und anderen schönen Gebäuden. Alles in allem auf alle Fälle wert, sich anzusehen, vor allem das viele “Grün” ist schön anzuschauen und dank des vielen Grüns sind auch einige Gärtner mit Wasserschläuchen unterwegs, die super zum erfrischen sind
Das muss sein, bei Sightseeing bei 38 Grad.
Nach einem ereignisreichen Tag in der Hauptstadt haben wir uns auf den Weg Richtung Süden gemacht, unser Ziel: Sihanoukville. Eine kleine Stadt direkt am Meer mit mehreren vielversprechenden Stränden.
Die Busfahrt war zum Glück diesesmal gemütlich, wir haben einen “normalen” Bus genommen, keinen Mini-Bus, die fahren doch vorsichtiger
Vor allem, weil wir mit der Busgesellschaft gefahren sind, die vor ein paar Wochen den schweren Unfall hatte. Der Fahrer ist gleich doppelt so vorsichtig gefahren, war total angenehm.
Beim Verlassen des Busses am Ziel die übliche Menge an Tuk Tuk-Fahreren, die um die Neu-Ankömmlinge “streiten”, wir gehen aber mit dem Preis so weit runter, dass uns scheinbar niemand fahren möchte. Das kennen wir, einfach mal den Rucksack aufpacken und davon gehen… Ah, funktioniert doch, da läuft er uns schon nach: “3 Dollars? Ok.” Geht doch
Noch kurz in den Pool gesprungen – wir haben hier wieder ein nettes Guesthouse gefunden und dann ab zum Strand. Und dann kommt die Ernüchterung: Wir haben ja schon gehört, dass der Strand sehr überfüllt sein soll, aber so? Das erste, was Stefan einfällt: “Wow, das sieht ja aus wie in Lignano. Das muss ich fotografieren!” Ziemlich enttäuschend, wenn man die Strände von Thailand kennt. Aber von so was lassen wir uns nicht die Laune verderben, wir genießen erstmal das Leute beobachten, denn Sihanoukville ist ein beliebter Ferienort für die Einheimischen und denen beim Plantschen zuzusehen ist ja auch abwechslungsreich – die Kambodschaner gehen nur mit Kleidung schwimmen, nie nur in Bikini und Badehose. Wenn dann jemand vor dir mit Jeans und Pulli ins Meer geht, tauchen große Fragezeichen in deinem Kopf auf…
Heute haben wir uns ein Moped besorgt und sind zwei Kurven weiter gefahren é voilà: Da ist er der einsame weiße Sandstrand – Sokha Beach. Ein kleiner Streifen ist noch von dem Luxusressort für die Öffentlichkeit übrig geblieben, aber dafür sind da fast überhaupt keine Leute. Wir stürzen uns in das kristallklare Wasser und der Strandurlaub kann beginnen…
And here we are now. Es ist jetzt 22:50 Uhr in Kambodscha, hat immer noch tolle 28 Grad, wir genießen unser Zimmer mit Balkon – inklusive Blick auf das Meer und lassen uns die Fruchtshakes und tropischen Früchte schmecken. See you soon und was wir immer schon sagen wollten: Alles roger in Kambodscha
Noch ein paar Bilder in der Galerie: Phnom Pen
und in der Galerie von Galerie: Sihanoukville
Endlich was mit Motor unterm Ar***
Für unseren letzten Tag in Siem Reap haben wir uns was ganz tolles gegönnt: Eine Sunset-Quadtour mit unserem Guide “Phy”. Es ging ca. zwei Stunden durch umliegende Dörfer und Reisfelder – das ganze zu zweit auf einem Quad. Stefan ist gefahren, ich hab fotografiert. Es war für uns ein einmaliges Erlebnis, vor allem, weil es eine sehr individuelle Tour war, mit Stop wann immer wir wollten (bzw. je nach Fotomotiv) und mit einem ganz netten Tratsch mitten am Reisfeld bei Sonnenuntergang. So haben wir z.B. erfahren, dass unser Guide hier 900 US-Dollar im Jahr verdient, wir haben ihm typisch österreichische Speisen erklärt – “Schnitzel” zu erklären ist gar nicht so einfach – und wir haben uns auch über unsere Jobs ausgetauscht – leider kannte er dm nicht, aber jetzt
Das beste war das Spielen mit den Kindern, jetzt versteh ich Angelina Jolie
Hab ihnen ein neues Spiel gezeigt – Flugzeug fliegen. Das werden sie jetzt wohl die nächste Zeit immer machen wollen
Mir ist dabei ganz schwindelig geworden.
Beim Heimfahren wurde uns eine große Kuhflade zum Verhängnis, mit der wir einen Zusammenstoß der etwas ekeligen Art hatten: Eigentlich wollte Stefan ausweichen, aber stattdessen ist er voll durch die Sch… und es hat meinen rechten Arm erwischt. Mussten einen ungeplanten Stop einlegen – weil wir so lachen mussten
Danach ging es wieder zurück zum Quad-Adventure Treffpunkt und nach einem kleinen Geplauder mit den Angestellten dort – lauter junge Männer, eh klar, wer sonst hätte seinen Spaß den ganzen Tag mit einer Motocross bzw. einem Quad herumzufahren – sind wir wieder zurück ins Hotel. An diesem letzten Nachmittag in Siem Reap konnten wir wirklich viele schöne Bilder machen und einen schönen Eindruck gewinnen, wie es außerhalb der Großstadt zugeht. Wir können diese Tour nur jedem empfehlen, der hier her kommt.
Ein paar Bilder von diesem Trip haben wir euch wieder in eine Galerie gestellt.
Dass Angkor Wat groß ist wussten, wir aber sooo groß – nein wir hatten uns das etwas anders vorgestellt. Wir dachten, wir können von Tempel zu Tempel spazieren. Aber das da gleich mal 5-10km zw. jedem Tempel/Sehenswürdigkeit liegen, haben wir irgendwo in der Beschreibung übersehen.
Anfangs haben wir uns überlegt, evt. ein Fahrrad auszuborgen und selbst von Tempel zu Tempel zu strampeln. Wir waren froh, dass wir das nicht gemacht macht haben (35°C!) ângkôr bedeutet „Stadt“ und es handelt sich hier um eine große Stadt. (Tempelanlagen erstrecken sich auf ~400 km² UNESCO Weltkulturerbe)
Unser Plan: Sonnenaufgang in Angkor Wat = 05:30 Uhr Start im Hotel
Die Idee hatten auch ca. 3700 andere Tempelbesucher
Und die Sonne hat sich hinter den Wolken versteckt.
Trotzdem war es ein Spektakel – wie die Chinesen, Koreaner, … durchgetrieben werden. Sie müssen kurz nach Sonnenaufgang wieder zurück zum Hotel Frühstücken.
Dieses Zeitfenster nutzen wir und wurden mit einem fast Menschen leeren Tempel belohnt. Wirklich sehr beeindruckend was hier mitten im Sumpf/Jungle von Hand hingestellt wurde! Die höchsten Gebäude sind 65m und ragen über die Jungleriesen hinaus.
Immer wieder findet man wunderschöne dekorierte Ecken in den Tempeln. (Hier handelt es sich um die ältere Schwester von der Frau des Königs – die dann nach dem Tod die jüngere Schwester ersetzten musste/durfte)
Wirklich sehr beeindruckend. Noch ein mehr Bilder findet ihr in der Galerie: Angkor Wat